Holocaustgedenktag

Der Holocaustgedenktag erinnert daran, dass am 27. Januar 1945 das Konzentrationslager Auschwitz befreit wurde. „Auschwitz steht symbolhaft für millionenfachen Mord – vor allem an Juden, aber auch an anderen Volksgruppen. Es steht für Brutalität und Unmenschlichkeit, für Verfolgung und Unterdrückung, für die in perverser Perfektion organisierte Vernichtung von Menschen“, sagte der ehemalige Bundespräsident Roman Herzog, der diesen besonderen Tag 1996 eingeführt hat.

Um sich mit dem Thema der Ausgrenzung, Verfolgung und Ermordung durch die Nationalsozialisten in besonderer Weise auseinanderzusetzen, werden am SGS in verschiedenen Jahrgangsstufen altersangemessene Projekte an diesem Tag des Lernens durchgeführt:

Ein Beitrag dazu ist zum einen die Theateraufführung »engel mit nur einem flügel« in jedem zweiten Jahr für den 5. und 6. Jahrgang. Erzählt werden die Erinnerungen aus der Kindheit des jüdischen Jungen Robert Goldstein – eine wahre Geschichte, mit zwei Figuren und einem Schauspieler (Töfte-Theater).

Im 9. Schuljahr nehmen die Schülerinnen und Schüler im Rahmen des Geschichtsunterrichts an einem stadthistorischen Rundgang durch Selm-Bork teil, der in Kooperation mit dem FoKuS Selm (VHS) durchgeführt wird. Dabei geht es um das Leben, die Entrechtung und die Verfolgung jüdischer Mitbürger zur Zeit des Nationalsozialismus in unserer Stadt.

In der Oberstufe fahren die Abiturienten zur Gedenkstätte im ehemaligen Konzentrationslager Bergen-Belsen in Niedersachsen. Die angehenden Abiturienten nehmen dort an einem Studientag teil, zu dem auch eine Führung über das ehemalige Lagergelände und der Besuch der Ausstellung zur Geschichte des ehemaligen Konzentrationslagers gehören.