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28.08.2018 – Bushaltestellen

Scouts helfen Selmer Schülern zum Schulstart

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– Bild: gymnasium-selm.de

Das neue Schuljahr bringt für Selm eine Premiere. Eine eher unfreiwillige Premiere, die der Großbaustelle Kreisstraße geschuldet ist. Eine sehr menschliche Premiere. So genannte Haltestellenscouts werden ab Mittwoch, 29. August 2018, 7:30 Uhr eingesetzt. Und zwar an den Haltestellen Jugendheim an der Neuen Werner Straße, in Sichtweite der Overberg-Grundschule und des Städtischen Gymnasiums.

Die neue Bushaltestelle an der Kreisstraße ist für den Schulbusverkehr noch nicht freigegeben. So kommen die Busschüler beider Schulen an der Haltestelle Jugendheim an und fahren dort auch ab. Um vor allem die jüngeren Schüler mit der Situation vertraut zu machen, ihnen den Weg zu weisen und Fragen zu beantworten, setzt die Verkehrsgesellschaft Kreis Unna (VKU) erstmals für Schulen eben jene Haltestellenscouts ein.

Eigentlich werden die Haltestellenscouts in Bussen eingesetzt, um Frauen mit Kinderwagen oder Rollstuhlfahrern behilflich zu sein oder Fahrplanauskünfte zu geben, berichtet Uwe Greif, Leiter Fahrbetrieb bei der VKU, auf Anfrage. Im speziellen Selmer Fall ist aber ihr Einsatz an den Haltestellen nötig. Denn die neue Bushaltestelle direkt vor der Overbergschule kann noch nicht freigegeben werden, weil die VKU sowieso schon große Umwege wegen der Großbaustelle Kreisstraße fahren müsse, wie Greif berichtet. Zusätzliche Schleifen seien da nicht mehr möglich.

Insgesamt neun dieser Haltestellenscouts sind kreisweit seit Anfang 2017 in Kooperation zwischen der Arbeitsagentur und dem Kreis Unna unterwegs, sagt Uwe Greif. Die VKU habe speziell in Selm schon gute Erfahrungen gemacht: „Wir haben ja wegen der Baustelle Kreisstraße im Selmer Zentrum Haltestellen aufgeben müssen und Halte-stellenscouts dort eingesetzt.“ Dieser persönliche Service sei bei den Kunden gut angekommen.

Nun werden diese Helfer also von Mittwoch bis Freitag und in der ganzen nächsten Wochen „zu allen schulrelevanten Zeiten“ eingesetzt, meint Greif. Das heiße von morgens bis um 16:30 Uhr.

Es seien vor allem die Eltern der Schüler, die die Haltestellenscouts unterstützen können, erklärt der Fahrbetriebsleiter: „Indem sie ihren Kinder sagen, dass es an den Haltestellen Personen gibt, denen sie vertrauen können.“ Die Haltestellenscouts haben eine schwarze Jacke an und haben einen Dienstausweis.

Unterdessen schreiten die Arbeiten am Schulhof der Overbergschule und am Weg von der Kreisstraße zum Gymnasium voran. Die Zeiten, als die Gymnasiasten über Schotterpisten fuhren, sind vorbei.

28.08.2018, Ruhr Nachrichten (Arndt Brede)

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