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28.07.2003 – Schullandschaft

„Projekte besser koordinieren“

Die Frage, ob die Schullandschaft eine neue Struktur benötigt, hat nach Ansicht des Leiters des Städtischen Gymnasiums, Ulrich Walter, eine untergeordnete Bedeutung. Denn auch wenn die finnischen Gesamtschulen in der Pisa-Studie gut abgeschnitten hätten, für einige andere europäische Länder mit dieser Struktur sei das nicht der Fall.

Grundlage fehlt

Entscheidend seien Voraussetzungen vor Ort, mit Lernschwierigkeiten umgehen zu können. Treten Defizite bei einem finnischen Schüler auf, so kann die Schule Förderunterricht verbindlich anweisen und bis zur Überwindung der Lernprobleme fortsetzen. In NRW fehle nicht nur die gesetzliche Grundlage dafür, sondern auch das Lehrerkontingent, um diese Maßnahme umzusetzen.

Auch habe Pisa gezeigt, dass im internationalen Vergleich in erster Linie die Gymnasiasten im Durchschnitt gute Leistungen erbracht hätten und auch Länder mit einem eher gegliederten Schulsystem relativ erfolgreich waren.

Als viel wichtiger sieht Walter die Erhaltung und Verbesserung der Ausbildungsqualität an. „Dazu gehört es Leistungsstandards zu vereinbaren“, sagt der Schulleiter. Dies sei von der Landesregierung geplant. Im Herbst sollen für die Hauptfächer die ersten Arbeitsergebnisse vorliegen. Ihre Umsetzung, verbunden mit Abschlussprüfungen am Ende der 10. Klasse, sollen folgen.

Für Walter ist darüber hinaus die Schaffung eines anderen Bildungsbewusstseins in der Öffentlichkeit wichtig, um die Qualität der Ausbildung zu verbessern. So habe zum Beispiel der Besuch an der australischen Partnerschule Melbourne gezeigt, dass Schüler auch unter Einbezug neuer Medien in größerer Selbstständigkeit erfolgreich arbeiten können.

Modellschule

Wie er berichtet, geht seine Schule im nächsten Schuljahr bereits einen Schritt in diese Richtung. Als Modellschule nimmt das Gymnasium am Landesprojekt „Selbstständiges Lernen in der gymnasialen Oberstufe (SELGO)“ teil. Zunächst werden Schüler der Jahrgangsstufe elf in den Fächern Mathematik, Englisch und Sozialwissenschaft Unterrichtsstoff teilweise am Computer unter Anleitung des Fachlehrers erarbeiten.

Um die vor den Schulen liegenden Aufgaben bewältigen zu können, wünscht sich der Schulleiter von der Landesregierung, dass Projekte im Vorfeld besser koordiniert und dann zu Ende geführt werden. Es gebe Situationen, in denen Schulen mit Vorgaben des Schulministeriums konfrontiert werden, die letztlich aber nicht umgesetzt bzw. widerrufen werden. Das binde Lehrer-Ressourcen, die viel besser im Unterricht eingesetzt werden und damit qualitätsfördernd wirken könnten.

Hinweis: Bitte beachten Sie, dass dieser Artikel am 28.07.2003 veröffentlicht wurde. Die Informationen entsprechen dem Stand zum Zeitpunkt der Veröffentlichung. Sie können ggf. veraltet und nicht mehr zutreffend sein.

28.07.2003, Ruhr Nachrichten (HKa)

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Dieser Artikel ist ein Pressebericht über das SGS aus dem Lokalteil der Ruhr Nachrichten.

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