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08.12.2004 – Schülerzeitungsinterview

Ministerpräsident gibt SBZ Exklusiv-Interview

Hinweis: Bitte beachten Sie, dass dieser Artikel am 08.12.2004 veröffentlicht wurde. Die Informationen im Text entsprechen dem Stand zum Zeitpunkt der Veröffentlichung.

Foto: Die Redakteure der SBZ baten Ministerpräsident Peer Steinbrück zum Interview
Die Redakteure der SBZ baten Ministerpräsident Peer Steinbrück zum Interview – Foto: gymnasium-selm.de (dk)

Den Landesvater persönlich interviewte die Schülerzeitung des Städt. Gymnasiums Selm am 11.11. für die elfte SBZ-Ausgabe. Das mit vielen interessanten Details gespickte Exklusiv-Interview mit Peer Steinbrück ist nach der Veröffentlichung im aktuellen Heft nun auch in voller Länge online zu lesen.

„Ich habe dort Karteikarten sortiert“, schmunzelt der Ministerpräsident des Landes NRW, als er den nach Düsseldorf angereisten Schülerzeitungsredakteuren aus seiner Jugendzeit berichtet. Mit Blick auf den Rhein sitzen die (Ex)-SBZ-Redakteure Tim, Christopher und Daniel im Landtagsbüro des Ministerpräsidenten. Als erste Schülerzeitung ist es Ihnen gelungen, ein ausführliches Exklusiv-Interview mit MP Steinbrück zu führen.

Betont offen gibt sich der gebürtige Hamburger. Dabei sieht er sich im SBZ-Interview mit anderen Themen als den üblichen Polit-Diskussionen konfrontiert. Der Mensch Peer Steinbrück soll hier im Mittelpunkt stehen. So stimmt er der Feststellung der SBZ-Redakteure zwar zu, dass er rein rechnerisch doch wohl zu den Alt-68-ern gehört, versichert aber: „Ich habe kein Haus besetzt.“

Differenziert betrachtet der Ministerpräsident, einst selbst Schülerzeitungredakteur und lange Zeit den Traumberuf Journalist im Blick, die Medienlandschaft: „Die Print- und elektronischen Medien beschreiben, berichten über und kommentieren Politik nicht nur – was ihre klassische Aufgabe ist. Ich habe den Eindruck, dass zunehmend einige Medien Politik machen wollen.“ Und warum habe er sich schließlich für die Politik und gegen den Jugendtraum Journalist entschieden, wollen die Interviewer wissen: „Das war keine Planung, das war kein Reißbrett, auf dem ich was abgesteckt habe“, erzählt Steinbrück den SBZ-Redakteuren. „Ich bin über das Volkswirtschaftsstudium und eine weitere Entwicklung nach Bonn gekommen und habe meinen ersten Job auf Werksvertragsbasis in einem Bonner Ministerium gehabt. Darüber rutschte ich dann sukzessive immer weiter in die Politik.“

Von Schablonendenken und Stereotypen hält der Ministerpräsident wenig. „Ich bin 1974 ins Rheinland gezogen – das ist jetzt 30 Jahre her. Da verliert man vielleicht seinen Akzent nicht ganz, aber man fühlt sich sehr zu Hause“, antwortet er auf die Frage nach dem „kühlen Nordlicht“, als das er oft bezeichnet werde.

Bei einer entspannten Gesprächsathmospähre lässt es sich dann auch locker über politisches reden. In Sachen Poltikinteresse bei Jugendlichen gesteht Steinbrück eigene Schwächen ein: „Das Erscheinungsbild, das wir häufig liefern, ist sehr altbacken – manchmal auch langweilig.“ Um es nicht zu bequem zu machen fordert er gleichzeitig aber auch mehr Eigenengagement der Jugendlichen ein: „Auf der anderen Seite haben die jungen Menschen eine Holschuld! [...] Da mache ich umgekehrt aus meiner Kritik oder aus meinem Eindruck keinen Hehl, denn da gibt es teilweise ein erschreckendes Desinteresse.“ Für Steinbrück ist Politik zwar ein ernsthaftes Geschäft, das bedeute aber nicht, dass es humorlos zugehen müsse.

„Sie sind seit 29 Jahren verheiratet und haben drei Kinder“, kommen die SBZ-Redakteure schließlich auf das Familienleben zu sprechen: „Wählt Ihre Familie 2005 CDU, damit Sie endlich einmal mehr zu Hause sind?“ Vorschriften habe er zwar nie gemacht, meint Steinbrück, aber er sei „ganz sicher“, dass er im Familienkreis gewählt werde. Und das, obwohl seine Kinder mit den Kochkünsten ihres Vaters durchaus nicht immer einverstanden waren: „Was sie [...] nie von mir wollten, obwohl ich das gut konnte, waren Hawaiitoasts – die fanden sie grauenhaft – mit Scheiblettenkäse!“, erzählt Steinbrück lachend und fragt in die Runde: „Kennen Sie denn Hawaiitoast?“

Nach so vielen Fragen darf der Ministerpräsident bei den SBZ-Redakteuren dann den Spieß auch einmal umdrehen: „Was wollten Sie schon immer mal von einem Journalisten gefragt werden“, stellen die Jungjournalisten in den Raum. Steinbrück antwortet spontan: „Was machen Sie mit Ihrer freien Zeit?“ und lacht.

Das komplette Exklusiv-Interview der SBZ mit Peer Steinbrück, dem Ministerpräsidenten des Landes NRW, ist in der aktuellen Ausgabe 11 der Schülerzeitung und in ihrem Online-Magazin unter www.sbznet.de nachzulesen.

08.12.2004, gymnasium-selm.de (dk)


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