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12.01.2006 – Blutsspende-Aktion

Schüler geben Lebenssaft

Munter sitzt Catharina Schoß auf einer Liege. Sie plaudert mit einer Freundin. Um die Armbeuge der 19-Jährigen ist ein weißer Verband gewickelt. Die Schülerin hat gerade Lebenssaft gespendet – in einem Klassenzimmer des städtischen Gymnasiums. Das hatte das Deutsche Rote Kreuz (DRK) gestern in ein Blutspendezentrum verwandelt.

Die Erleichterung ist Catharina Schoß anzumerken. „Im Vorfeld hatte ich einige schlaflose Nächte“, räumt die Pennälerin ein. „Ich hatte Angst, weil ich nicht wusste, was mich erwartet. Aber jetzt würde ich es immer wieder machen.“ Sagt sie und geht mit ihrer Freundin zurück in den Unterricht. Die Ungewissheit ist es, die viele vom Blutspenden abhält.

Das weiß auch Heidi Deppen, Referentin für Öffentlichkeitsarbeit des DRK. Deshalb hat sie vor den Schülern der Oberstufe im Vorfeld der Aktion auch einen Vortrag gehalten, in dem sie erklärte, wie die Blutspende abläuft und was anschließend mit dem Lebenssaft passiert.

„Die Schüler waren beeindruckt, dass mit einer einzigen Spende gleich drei Menschen geholfen werden kann, denn es werden drei Produkte daraus gewonnen: Plasma, Thrombozyten und Erythrozyten.“ Neu sei für viele Schüler auch gewesen, dass sie als Blutspender einen Unfall-Hilfepass bekommen. „Sollten sie z.B. einen Verkehrsunfall haben, können die Rettungshelfer sofort sehen, welche Blutgruppe derjenige hat und diese Information schon mal ans Krankenhaus weitergeben. Dieser zeitliche Vorsprung kann Leben retten. Denn nicht immer sind ausreichend Reserven vor Ort.“

56 Schülerinnen und Schüler der Oberstufe haben gestern die Gelegenheit genutzt, unkompliziert und in ihrem gewohnten Umfeld Blut zu spenden, davon waren 31 „Ersttäter“. Direktor Ulrich Walter hatte den Besuch des DRK in „seiner“ Schule angeregt: „Die Aktion passt zu unserem Gesamtkonzept: Wir möchten das soziale Engagement unserer Schülerinnen und Schüler fördern.“ Bei Blutspendeaktionen innerhalb der Schulen verzeichnet das DRK die höchsten Erstspenderzahlen. Heidi Deppe weiß, wer es einmal gemacht hat, tut es immer wieder – rund 40 Prozent. So wie der 18-jährige Markus Fischer, der bereits zum zweiten Mal spendete: „Ich hatte es mir schlimm vorgestellt, aber es ist wirklich völlig harmlos.“

Hinweis: Bitte beachten Sie, dass dieser Artikel am 12.01.2006 veröffentlicht wurde. Die Informationen entsprechen dem Stand zum Zeitpunkt der Veröffentlichung. Sie können ggf. veraltet und nicht mehr zutreffend sein.

12.01.2006, Ruhr Nachrichten (ath)

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Dieser Artikel ist ein Pressebericht über das SGS aus dem Lokalteil der Ruhr Nachrichten.

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