Städtisches Gymnasium Selm

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Fachbereich Chemie

Chemie

„Ich will Chemiker werden!“

So lautete die Antwort des 1803 geborenen Gymnasiasten Justus Liebig auf die Frage des Direktors nach seinem Berufswunsch. Die versammelte Lehrer- und Schülerschaft des Darmstädter Gymnasiums brach daraufhin in schallendes Gelächter aus.

Chemiker – das war zu Beginn des 19. Jahrhunderts in Deutschland und den meisten anderen Ländern noch kein Beruf. Die Chemie war höchstens eine Angelegenheit von Naturphilosophen, die zwar „hochgelehrte Überlegungen“ über die Stoffe der Natur anstellten, auf Experimente jedoch meist verzichteten.

Der junge Liebig hatte dagegen schon als Schüler eifrig experimentiert, und diese Liebe zum Experiment befähigte ihn zu seinen späteren hervorragenden Leistungen. Mit einundzwanzig Jahren bereits Professor in Gießen, baute Liebig eine einzigartige Lehrstätte der Chemie auf, die in kurzer Zeit die jungen Chemiker aller Nationen anzog und das Vorbild aller modernen Ausbildungsstätten wurde. Das Neuartige dieser Ausbildung bestand im eigenen „Erleben“ der Chemie, im Experimentieren des Studenten. Erst durch Liebig wurde der Schwerpunkt der Chemieausbildung vom Hörsaal ins Laboratorium verlegt, und dort liegt er auch für unsere Schule. Das eigene Erleben von Experimenten vermittelt mehr und bildet nachhaltiger als Wissensvermittlung durch Zeichnung, Dias, Filme u.a..

Wir Lehrer in den Naturwissenschaften sind glücklich, wenn unsere Experimente Staunen und Verwunderung hervorrufen. Denn diese beiden Effekte erzeugen die beste Motivation zum Lernen und Weiterfragen. Staunen entsteht nur im Erleben und Erfahren. Im Staunen wird der Mensch offen für die größere Wirklichkeit. Er ist betroffen und bekommt das Eigentliche in den Blick. Wer Staunen gelernt hat, kann vom Kunstwerk auf den Künstler, vom Bauwerk auf den Erbauer und von der Schöpfung auf den Schöpfer schließen.

Hier liegt aber auch ein Problem bei den heutigen Schülern. Was kann Jugendliche im Multimediazeitalter noch zum Staunen und zur Verwunderung bewegen?

Halten wir uns an den alten Spruch: „Chemie ist das, was knallt und stinkt, ...“

Selbstverständlich gehört auch heutzutage die Demonstration von KSFR-(= Knall-Stink-Feuer Rauch)-Versuchen zum Chemieunterricht. Doch sehr viel mehr Motivation kann für die Schülerinnen und Schüler aus der eigenen Durchführung von Experimenten entstehen. Schwarze Filzstiftfarbe wird in rote, gelbe und blaue Bestandteile zerlegt, eine Destillation wird selbstständig zusammengebaut und durchgeführt oder Wunderkerzen werden selbstgebacken. Solches und weiteres führt auch heute noch zu leuchtenden Augen und erstaunten Blicken.

Neben dem Unterricht in der Sekundarstufe I und den Kursen in der Oberstufe wird in der Differenzierung der Mittelstufe auf die Chemie der Nahrung und Nahrungsmittel eingegangen. Kohlenhydrate, Fette, Eiweiße, Vitamine und Mineralien bilden hier die thematischen Schwerpunkte. Weit besser als im übrigen Mittelstufenunterricht steht hier das von den Schülern selbst durchgeführte Experiment im Mittelpunkt. Proben aus dem Supermarkt, aus dem Schulcafe oder der häuslichen Küche werden mit Begeisterung auf den Gehalt an Fett, Kohlenstoff, Sauerstoff, Wasserstoff u. a. untersucht. Moderne Analysemethoden mit neuesten physikalisch-technischen Geräten ermöglichen Genauigkeiten und Zeitvorteile, die vor einigen Jahren nur für industrielle Labors denkbar waren.

Bei jedem Lehrer gibt es Experimente, die nicht oder nicht gut gelingen; aber die Chemie am Städtischen Gymnasium ist gelungen.

Fachkonferenzvorsitzende
Smz Schmitz, NicoBiChPhMail
WusDr. Walpuski, SilkeDCheR
Lehrerinnen und Lehrer
Ha Happ, RaimundMChMail
Kfm Kaufmann, BirgitChMMail
Smz Schmitz, NicoBiChPhMail
Th Thrams, PeterChPhIf
WusDr. Walpuski, SilkeDCheR
Wel Welle, SabineBiPhCh
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Erfolgreiche Teilnahme beim DECHEMAX-Wettbewerb

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