Städtisches Gymnasium Selm

Städtisches Gymnasium Selm – Das SGS. Schule mit Profil.

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Künstlerische Rückblende: Kunst am SGS von 1991-99

An dieser Stelle kann der Fachbereich Kunst und seine Aktivitäten natürlich nur grob umrissen werden.

Die Anfänge künstlerischer Aktionen liegen bereits im Jahre 1991: Mit Schülerinnen und Schülern der Klassen 7 wurden der untere und obere Flur im heutigen Haus B ausgemalt. Aus der Auseinandersetzung mit der Klassik und Moderne wurde ein tragfähiges Konzept entwickelt, das in der unterrichtsfreien Zeit umgesetzt wurde.

Die gestaltende Mitarbeit bei Thater bzw. Musicalinszenierungen (von „Florian auf der Wolke“ bis zu „Josie“) schloss sich in den folgenden Jahren an.

Parallel dazu verlief die Beschaffung von Bilderrahmen und Bilderleisten, die aus Finanzmitteln der Schule oder des Schulträgers allein nicht aufgebracht werden konnten. Daher hatte ich mich – mit entsprechender Genehmigung – entschlossen, in den Pausen für das leibliche Wohl der Schüler/innen zu sorgen und die erwirtschafteten Mittel für Rahmen und Leisten auszugeben. Zur Zeit sind alle Flurbereiche so ausgestattet, dass die Schülerarbeiten problemlos ausgestellt werden können.

Im Anschluss an Kontakte mit dem Gymnasium in Belzig wurden nach intensiven Vorbereitungen kurze Zeit nach der „Wende“ (1992 und 1993) Ausstellungen von Schülerarbeiten jeweils in Selm und Belzig durchgeführt. Mit aufwendiger Organisation und engagiertem Einsatz von Schülerinnen und Schülern kamen Ergebnisse zustande, die auch in der Presse große Beachtung fanden. Gerade in der Zeit des politischen Umbruchs notwendige Zeichen.

Dieser „Innengestaltung“ der Schule folgte ein von Schülerinnen und Schülern gern angenommenes Projekt zur kreativen Außengestaltung. In den Jahren 1995-1999 wurden der Außenbereich der Turnhallen, der Eingangsbereich des Hauses A und die Säulen aus einer Mischung von Keith-Haring- und Graffitti-Motiven in Schrift und Bildzeichen ausgeführt. Klaas Minnaert und Benjamin Weisheit haben diese Arbeiten „federführend“ geleistet.

Kurz nach Beginn dieser „Außenarbeiten“ ergab sich 1996 die Möglichkeit, mit einer Gruppe von Schülerinnen und Schülern während der Sommerferien im Jugendheim St. Josef in Selm eine Wand zu gestalten.

Diese Bewegung nach außen stieß auf mit dieser Intensität unvorhergesehenes Interesse der Schüler/innen und setzte sich fort, zumal auch aus dem schulischen Umfeld wiederholt und zunehmend konkretisiert Wünsche nach Kooperation an mich herangetragen wurden.

Daraus ergab sich eine erste gemeinsame Ausstellung von Schülerarbeiten und Arbeiten der Mitglieder der Künstlergemeinschaft Selm im Jahr 1997. Reizvoll ergänzten sich „schulmäßig“ und von Freizeitkünstlern erstellte Kunstwerke und waren Anlass für produktive Gespräche.

Diese mündeten bald in eine Nachfrage der VHS Selm, ob ich nicht einen Kurs „Zeichnen“ anbieten könne, und so führte ich 1998 einen solchen Kompaktkurs an drei Wochenenden mit Schülerinnen und Schülern und Erwachsenen gemeinsam durch, dem in den Jahren 1998 und 1999 eine Reihe vergleichbarer Kurse an Wochenenden, an Nachmittagen und in den Ferien folgten. Sich außerhalb des Unterrichts und zusätzlich künstlerisch zu betätigen, die individuellen Anlagen zu erkennen, sie zu erfahren und unter fachkundiger Anleitung und ohne zeitlichen Druck zu entfalten, stieß auf immer breiteres Interesse.

„Hilfen geben zur Entwicklung einer mündigen und sozial verantwortlichen Persönlichkeit“ und die Vermittlung „grundlegender Kenntnisse, Fähigkeiten und Fertigkeiten“, Zielsetzungen des Bildungsauftrags für die Sekundarstufe I des Gymnasiums.

Eine geglückte Verbindung beider Zielvorstellungen ergab sich im Jahr 1999:

Die außerschulischen Akzente des Kunstunterrichts führten zu Anfragen, auf die die Schüler/innen spontan, nachhaltig und ausdauernd positiv reagierten, und aus denen folgende Projekte erwuchsen:

  • Eine Ausstellung von Schülerarbeiten der Jahrgänge 8 und 9 im Altenwohnhaus St. Josef in Selm, Arbeiten, die speziell für die Bewohner entwickelt wurden.
  • Wandgestaltung im Behinderten-Wohnheim „Heinrich-Brauckmann-Haus“ in Hamm. Schüler/innen des Differenzierungskurses Kunst des Jahrgangs 10 arbeiteten unter meiner Anleitung gemeinsam mit den Behinderten; künstlerische und menschliche Erfahrungen, die nachhaltig beeindruckten.

Theodora Weirich


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