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18.12.2009 – Sozialwissenschaften

„Was brauchen Sie, wenn Sie Pirat werden möchten?“

Foto: Am 18.12. waren Sowi-Kurse des SGS zu Besuch beim Verteidigungsministerium in Bonn
Am 18.12. waren Sowi-Kurse des SGS zu Besuch beim Verteidigungsministerium in Bonn – Foto: Andrea Heming

„Was brauchen Sie, wenn Sie Pirat werden möchten?“ Diese zunächst etwas albern erscheinende Frage war der Einstieg in einen interessanten Vortrag, den Schülerinnen und Schüler des SGS am Mittwoch (16.12.) beim Verteidigungsministerium in Bonn hörten. Anschließend besuchten die Schüler noch das „Haus der Geschichte“.

Vergleich Somalia und Deutschland

Holger Gottesmann, Hauptmann der Luftwaffe, zeigte im Besucherzentrum des Verteidigungsministeriums in einem bilderreichen PowerPoint-Vortrag, warum die Schiffe vor der Küste Somalias so gefährdet sind und wie die Bundeswehr hier eingreift. Insgesamt 7600 deutsche Soldaten befinden sich zur Zeit in Auslandseinsätzen, einige davon schützen in den Küstengewässern vor Somalia deutsche Bundesbürger, vor allem aber auch die deutsche Wirtschaft, wie der Hauptmann verdeutlichte. Das Militär sei aber nur eine vorläufige Lösung, betonte Gottesmann. Die eigentliche Ursache sei bei der großen Armut und der äußerst schwachen Regierung in Somalia zu suchen. Und für die Armut der Fischer sind die Industrieländer mitverantwortlich. Sie haben mit ihrem massiven Fischfang die Lebensgrundlage vieler Somalis zerstört. Auch die Waffen haben die Piraten, weil andere dafür gesorgt haben: nämlich West- und Ostmächte zu Zeiten des Kalten Krieges.

Nach dem Vortrag war noch Zeit für Fragen, z.B. ganz aktuell nach dem Afghanistan-Einsatz, der Rolle der Frauen in der Bundeswehr oder die geplante Verkürzung des Wehrdienstes.

Als Einstieg in diesen lehrreichen Tag, den Jugendoffizier Alexander Maronitis organisiert hatte, diente ein Film über die neuen Aufgaben der Bundeswehr, flott unterlegt mit Musik a la „Mission Impossible“. In Bonn, führte der Hauptmann dazu aus, gehe es allerdings weniger actionreich zu, denn hier sei die Verwaltung angesiedelt. Die sogenannte Hardthöhe überraschte aber doch einige: Das Bundesverteidigungsministerium erwies sich nicht als einzelnes Gebäude, sondern als kleine Stadt mit Krankenhaus, Wohngebäuden und Kantinen. Dahin ging es dann auch für alle zum Mittagessen.

Nach der Mittagspause stand noch das „Haus der Geschichte“ auf dem Programm. Die begleitenden Lehrer, Herr Basfeld und Frau Heming, waren begeistert, denn das Thema auf der Sonderfläche „Hauptsache Arbeit“ passte wirklich 100% zu den Vorgaben für das Zentralabitur. Bei der sich anschließenden Führung durch die Dauerausstellung wurden wesentliche Aspekte des politischen, wirtschaftlichen und sozialen Wandels beleuchtet. Der Erlebnisaspekt und die Art der Ausstellung stießen auch bei den Schülerinnen und Schülern auf große Zustimmung, und das, obwohl alle schon seit 7.30 Uhr unterwegs waren.

Um noch einmal auf den Piratenjargon zurückzukommen: Diese Exkursion des Leistungs- und Grundkurses 13 Sozialwissenschaften war zwar kein Supertanker, aber trotzdem ein echter Jackpot.

Hinweis: Bitte beachten Sie, dass dieser Artikel am 18.12.2009 veröffentlicht wurde. Die Informationen entsprechen dem Stand zum Zeitpunkt der Veröffentlichung. Sie können ggf. veraltet und nicht mehr zutreffend sein.

18.12.2009, Andrea Heming

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