Städtisches Gymnasium Selm

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03.03.2017 – Chor

Probenbesuch bei den SGS-Voices

Wichtig ist: Locker bleiben. Deshalb stehen am Anfang jeder Probe der SGS-Voices Übungen für den Körper und die Stimme an. Für ihre große Serie über die Chöre in Selm sind die Ruhr Nachrichten zum Gymnasium gegangen.

Die SGS-Voices sind eine ungewöhnliche Truppe. Warum? Welcher Schüler verbringt schon so wirklich gern Freizeit mit seinen Lehrern. Möglicherweise dazu auch noch mit Mutter oder Vater. Genau diese Kombination ist es aber, die den Charme des Chores ausmacht.

Der Schüler-, Eltern-, Lehrerchor des Städtischen Gymnasiums Selm (SGS) funktioniert abseits des Unterrichtsgeschehens und unabhängig davon prächtig. Und das geht so: Die Musiklehrerinnen Birgit Härling-Schwarz und Maria Potthoff hatten die Idee, zum Schuljubiläum 2014 – damals wurde das Gymnasium 25 Jahre alt – ein ganz besonderes Konzert auf die Beine zu stellen. „Und zwar in der Kirche St. Josef“, erinnert sich Birgit Härling-Schwarz im Gespräch mit unserer Redaktion. „Damals entstand auch die Idee, einen Projektchor zu gründen. In der Projektwoche vor den Sommerferien 2014 haben wir uns ein Bild gemacht, wer da mitmachen könnte.“

Es fanden sich einige zusammen, auch Lehrerkollegen aus Münster, die mitmachten. Das Konzert in der St.-Josef-Kirche habe allen – auch den Zuhörern – so gut gefallen, „dass wir uns entschieden haben, weiter zu machen“. Mittlerweile beträgt die Altersspanne des Chores 15 bis 50 Jahre.

Die musikalische Chefin ist Birgit Härling-Schwarz. „Wenn man Musik macht, muss man die Stücke ordentlich präsentieren und proben, und fertig“, sagt sie. Klingt einfach. Aber wie gelingt es, Schüler, die sie auch zum Teil aus dem Unterricht kennt, nach Feierabend – also abends – zu motivieren? „Da sind sich alle einig, dass das auch klappen muss.“ Schüler, Eltern, Lehrer und mittlerweile auch ehemalige Schüler arbeiten also gemeinsam daran, eine bestimmte Leistung zu bringen. Das ist doch aber wie im Unterricht, oder? „Klar, das hat ja immer was mit Vermitteln zu tun“, sagt die Chorleiterin.

Ist aber nicht ganz so wie im Unterricht. Die Atmosphäre ist viel lockerer. Jugendliche plaudern mit Erwachsenen. Wo gibt es das schon im Alltag in der geballten Form?

Voneinander zu lernen, vielleicht ist das das Geheimnis. Man hilft sich, man hält sich gegenseitig den Notenzettel. „Und das Konzert ist dann immer klasse.“ Gibt es Resonanz der Zuhörer? „Der eine oder andere kommt nachher und sagt, es habe ihm gut gefallen und er wolle mitsingen.“ Dabei handele es sich nicht nur um Angehörige der Sänger, sondern vielfach auch um Menschen, die zunächst mal mit dem Gymnasium nichts zu tun haben.

Oder nicht mehr. Julia Köster zum Beispiel hat 2016 am SGS ihr Abitur bestanden. Jetzt singt sie bei den SGS-Voices mit. Warum? „So ganz trennen konnte ich mich dann doch nicht. Ich war schon als Schülerin dabei und wollte einfach weiter singen.“ Die junge Frau studiert in Münster und nimmt alle 14 Tage den Weg nach Selm auf sich, um zu den Proben zu kommen. „Ich finde es einfach schön, dass Schüler, Lehrer und Eltern was miteinander zu tun haben.“ Für eine Schule sei ja auch eine Vernetzung wichtig. Insofern gehören die SGS-Voices ja auch zu den Botschaftern des Städtischen Gymnasiums Selm.

Dafür strengen sich die Chormitglieder auch richtig an. Zum Beispiel bei Chorprobentagen, bei denen auch schon mal geklärt wird, wo es noch hakt.

Die SGS-Voices unterliegen natürlicherweise einer natürlichen Fluktuation. Mit Schulabgängen schrumpft der Chor regelmäßig, wird aber immer wieder aufgefüllt. „Ich mache bei den Schülern Werbung“, erklärt die Chorleiterin. „Ich hänge zum Schuljahresbeginn eine Liste aus.“

Zum Halbjahreswechsel habe sie eine neue neunte Klasse übernommen, in der sie auch nach Nachwuchs Ausschau hält. Ist es denn nicht sehr knapp, neue Sänger bis zum 31. Mai, dem Zeitpunkt des Frühlingskonzerts des Gymnasiums, zu integrieren? „Nein, das klappt gut“, sagt Birgit Härling-Schwarz. Der Chor trägt also auch die Neuen. Egal, ob es jüngere oder ältere Sänger sind. Um alle bei der Stange zu halten, wähle sie immer wieder neue Stücke aus.

Wobei aus dem Chor auch Vorschläge kommen. „Ich muss aber erst mal gucken, was machbar ist.“ Sie verfüge über Erfahrung und habe Stücke parat, „die funktionieren, modern und peppig sind“.

Und wenn dem Chor auch mal ein Stück nicht gefällt? „Dann müssen die auch mal da durch, aber das tun die dann auch.“ Zum Beispiel aktuell bei einem Stück von Buxtehude. „Das war nicht einfach, das habe ich ein bisschen unterschätzt, aber das hat dann auch funktioniert.“ Drei- bis vierstimmig singen die SGS-Voices. Und sie tun es gern. Es ist schon eine ganz besondere Atmosphäre, wenn der Chor „Can you feel the love tonight?“ aus dem Musical „König der Löwen“ singt. Dann ist eben genau diese Liebe fühlbar.

Nächster öffentlicher Auftritt: Teilnahme am Frühjahrskonzert des Städtischen Gymnasiums Selm am 31. Mai im Forum Gymnasiums, Kreisstraße 4. Beginn: 19 Uhr. Eintritt: frei.

03.03.2017, Ruhr Nachrichten (Arndt Brede)

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Dieser Artikel ist ein Pressebericht über das SGS aus dem Lokalteil der Ruhr Nachrichten.

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